Januar 2026 | Markteinschätzung
Trump-Festspiele bestimmen alle Märkte
Das Weltwirtschaftsforum in Davos markiert jedes Jahr im Januar ein Schlüsselereignis, eine etablierte Plattform, auf der ca. 2.500 führende Vertreter aus Wirtschaft und Politik ihre Gedanken austauschen und Lösungen erarbeiten. Schon in den letzten Jahren ließ sich durch die steigende Anzahl teilnehmender Politiker eine Politisierung der Veranstaltung ableiten, die in diesem Jahr ihren vorläufigen Höhepunkt fand. Geschickt hatte im Vorfeld der US-Präsident Trump das Grönland-Thema (manchmal spricht er auch von Island) eskaliert, sodass alle Aufmerksamkeit im Vorfeld wie im Nachgang seiner Rede auf Donald Trump gerichtet war. Ferner wurde Davos Zeuge der Gründung des Friedensrates, den Donald Trump persönlich auf Lebenszeit führt, der eine Art Parallelorganisation zu den Vereinten Nationen darstellt, aber aufgrund der Gleichgerichtetheit der Interessen wohl durchaus effizienter zu sein scheint.
Seine versöhnlich anmutenden Töne um Grönland sorgten zunächst für Erleichterung an den Aktienmärkten, wenngleich auch keine Euphorie einkehrte. Zu sehr lag der Fokus der Marktteilnehmer auf den Veröffentlichungen der Unternehmen – kleinste Enttäuschungen extrem hoher Erwartungen wurden meist stark abgestraft. So verloren zum Beispiel SAP trotz allgemein starker Zahlen 16 %, da die erwarteten Cloud-Erlöse um 60 Millionen Euro oder um 7 % verfehlt wurden.
Während Donald Trump am „Freihandel“ seiner ganz eigenen Vorstellung arbeitet – so drohte er nach Davos Kanada und Südkorea mit 25 % Zöllen – erfreute die Europäische Union nach 25 Verhandlungsjahren endlich mit dem Abschluss des Mercosur-Abkommens mit Südamerika. Unmittelbar daran schloss sich ein historisches Freihandelsabkommen der EU mit Indien an, beides Meilensteine auf dem Weg der Unabhängigkeit und ein Gewinn an relativer Stärke zu den großen Blöcken USA und China. Einziger Wermutstropfen bleiben einige völlig realitätsferne EU-Parlamentarier – diesmal von den Grünen, der AfD und den Linken – die diese zukunftsweisenden Entwicklungen torpedieren.
Die letzten Handelsstunden des Monats gehörten wieder Donald Trump, wenngleich auch unbeabsichtigt. Durch seine Bekanntgabe, Kevin Warsh würde im Mai auf dem Stuhl des Notenbankpräsidenten Platz nehmen und somit Jerome Powell nachfolgen, löste er einen Crash bei Edelmetallen und Rohstoffen aus, wie wir ihn 45 Jahre nicht erlebt haben. Bei extremer Volatilität fiel Gold zwischenzeitlich 15 %, Silber 33 %, viele andere Rohstoffe im zweistelligen Bereich. Offenbar sahen vor allem Spekulanten in China die Gefahr, Kevin Warsh sei nicht per se ein Verfechter billigen Geldes, was jüngste Hoffnungen einiger Akteure in eine Fortsetzung der USD-Schwäche zunichtemachte. Gemessen an der atemberaubenden Rallye an den Gold- und Silbermärkten der letzten Wochen ist die erfahrene Korrektur mehr als gesund.
Nichtsdestotrotz dürfte aber auch Kevin Warsh ein Anhänger Donald Trumps sein. Die wichtige Frage nach der Bewahrung der Unabhängigkeit der US-Notenbank und somit die Vertrauensfrage in den Schuldner USA dürfte noch gestellt werden.
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Quelle: Bloomberg, Dolphinvest
Stand: Wertentwicklung per 30. Januar 2026
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Quelle: Bloomberg, Dolphinvest
Stand: Wertentwicklung per 30. Januar 2026
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